Geschichte der Indianer

In der Historie der Indianer gibt es Fakten, wie auch einige bis heute ungeklärte Thesen. Indianer umfassen eine Vielzahl von Völkergruppen. Deshalb hier ein nur kurzer Umriss.

Herkunft der Indianer

Bei der Frage, wo die Indianer herkamen, gibt es keine faktisch belegten Antworten.
Die Theorien sind so unterschiedlich, wie die Indianerstämme selbst.
Es wird beispielsweise gemunkelt, dass die Indianer aus Ophir stammen – dem sagenhaften Land aus dem Buch der Könige.
Die Kolonialzeitler nahmen die Bibel als Hilfsmittel bei der Beantwortung dieser Frage. Hier kam man zu dem Entschluss, Indianer entstammen der aus Israel vertriebenen Judengruppen.
Auch gibt es die These, dass Indianer Bewohner von verschwundenen Erdteilen waren. So könnten sie zu den Überlebenden von Atlantis gehören.
Charles Darwin kam mit seiner Menschenaffentheorie letztlich auch nicht weiter.
Wissenschaftler konnten die Vermutung bestärken, dass die Indianer über die Beringstraße nach Nordamerika gekommen sind. Anzeichen sind die Körpermerkmale, die den Mongolen gleichen und die Kongruenz in der Genetik mit den sibirischen Ureinwohnern.
Sicher sind diese, wie auch andere, Erforschungen und auch archäologische Funde jedoch nicht.

Zeittafel vor Christus

Da die Indianerkultur eine sehr umfangreiche ist und sich auf Südamerika und Nordamerika bezieht, kann hier nicht auf die Geschichte aller Stämme eingegangen werden. Ein zusammengefasster Blick auf die Zeit vor Christus ist folgender:
In dem Zeitraum von 15000 bis 9000 vor Christus wandern sibirische Nomaden in Amerika ein. Die Besiedelung dieser Nomaden verlief in fast allen amerikanischen Regionen.
Da Mammuts und Riesenbisons zwischen 9000 und 8000 vor Christus ausstarben, wurden die Indianer zu Jägern von Kleintieren sowie Fischfänger und Wildpflanzensammler.
Erst viel später, etwa um 1500 vor Christus herum, begannen sie mit Pfeil und Bogen zu jagen. Indianer der San-Pedro-Kultur erbauten zudem die ersten Kanäle, die der Bewässerung von Feldern dienten. So konnten Kürbisse, Bohnen und Mais angebaut werden.

Die Zeit nach Christus

1492 traf Kolumbus in Amerika ein und damit begann der eher traurige Teil der Indianer.
Ein Jahr später entstand die erste spanische Siedlung.
1513 entdeckte der Spanier Juan Ponce de Leon Florida. Er nahm einige Indianer Floridas mit und benutzte sie als Sklaven.
Sechs Jahre später starben unzählige Indianer an der Pockenkrankheit, die von den Spaniern eingeschleppt wurde.
Es folgten Engländer, die Amerika besiedelten und schnell anfingen, den Indianern Land weg zu nehmen.
Ein Jahrhundert später fand der erste Indianerkrieg Nordamerikas statt. Der Indianerstamm der Powhatan kämpfte gegen englische Kolonisten. Die Indianer hatten keine Chance bei diesem tragischen endenden Kampf. Damit verloren sie ihr komplettes Land.
Ein anderes großes Massaker fand 1864 statt. Die US-Kavallerie metzelte in Colorado hunderte Indianer nieder. Mit dem Schadensersatz der Washingtoner Regierung für die Überlebenden konnten sich die Indianer auch nicht ihr freies Leben zurück kaufen.
In New Mexico gab es ein Konzentrationslager. Dorthin wurden etwa achttausend Indianer gebracht. Die meisten von ihnen waren vom Stamm der Navaho. Sie wurden vier Jahre lang eingesperrt. Als sie entlassen wurden und in ihr Gebiete zurück kehrten, fanden sie reine Verwüstung vor. Soldaten hatten alle Schafe umgebracht, die Häuser beschädigt und die Felder zerstört.
1871 werden die Völker der Indianer zu unsouveränen Nation erklärt.
Durch die Beseitigung der Reservate wurden die Indianer ein armes Volk. 1934 wurde aufgrund dessen ein neues Gesetz erlassen. Mit diesem sollten Indianerstämme die Möglichkeit haben, sich neu zu organisieren und einzurichten.
Sammy – Fotolia

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